Worte der Schrift
Worte, die durch die Jahrtausende auf diese Stunde deuten — von den Propheten des Alten Bundes über die Reden Jesu bis zur Offenbarung des Johannes. 27 Verse nach der Lutherbibel, ausgewählt aus dem ganzen Kanon der Schrift.
Die Bibel kennt den Begriff „Dritter Weltkrieg“ nicht. Sie kennt aber den Krieg als Zeichen der letzten Zeit, und sie beschreibt ihn mit einer Genauigkeit, die jede spätere Schauung an sich messen lassen muss. Wer wissen will, was über den kommenden großen Krieg wirklich verbürgt ist, findet hier den Maßstab — nicht bei einem Seher, sondern in der Schrift selbst.
Die folgenden 27 Verse sind nach der Lutherbibel zitiert und thematisch geordnet: von der Endzeitrede Jesu über die Reiter der Offenbarung und den Sturm Gogs aus dem Norden bis zu den Zeichen am Himmel und dem Ausgang, den Gott verheißen hat. Jede Gruppe ist kurz eingeordnet — damit sichtbar wird, worauf die Verse zielen und worauf nicht.
Am Ölberg fragen die Jünger nach dem Zeichen der Wiederkunft. Die Antwort Jesu ist die wichtigste Quelle der Bibel über Kriege der Endzeit — und sie beginnt mit einer Warnung vor Panik. Kriege und Kriegsgeschrei sind demnach nicht das Ende, sondern der Anfang der Wehen. Wer den Dritten Weltkrieg aus der Schrift begründen will, muss hier anfangen, und hier steht zugleich der Satz, der jede Terminrechnung verbietet.
Fünf Verse über den Krieg selbst. Das rote Pferd der Offenbarung nimmt den Frieden von der Erde; Hesekiel sieht Gog wie ein Ungewitter heraufziehen, das Land zu bedecken — die Stelle, aus der die Deutung vom Angriff aus dem Norden stammt. Sacharja beschreibt eine Plage, deren Wirkung Leser des 20. Jahrhunderts an Strahlenwaffen erinnert hat, und Paulus nennt den Augenblick, in dem alle „Friede, es hat keine Gefahr“ rufen.
Die Schrift verbindet den Krieg mit kosmischen Zeichen: Erscheinungen an Sonne, Mond und Sternen, eine Angst der Völker, das Vergehen der Elemente. Daniel nennt es eine Trübsal, wie sie nie gewesen ist, seit Völker sind. Diese Bilder sind es, an die sich die Überlieferungen der Seher — vom Kreuz am Himmel bis zu den drei Tagen Finsternis — später angelehnt haben.
Acht Verse über die Beschaffenheit der letzten Zeit und über das, was ihr folgt. Paulus spricht von greulichen Zeiten, Daniel vom Umherfahren und Zunehmen der Erkenntnis. Dazwischen aber stehen Micha und Jesaja mit dem Bild, das über allen Kriegsworten der Bibel liegt: Schwerter werden zu Pflugscharen, und niemand lernt mehr Krieg führen. Der biblische Ausgang der Endzeit ist nicht die Vernichtung, sondern der Friede.
Jesus vergleicht die Tage vor seinem Kommen mit den Tagen Noahs: Man aß, man trank, man freite — und merkte nichts, bis die Flut kam. Daraus folgt keine Berechnung, sondern eine Haltung. Wer mit dem Dritten Weltkrieg ein Datum verbindet, widerspricht genau diesen Versen; sie fordern Wachsamkeit statt Terminen.
Die letzten drei Verse führen über den Krieg hinaus. Die Könige der Erde versammeln sich an dem Ort, der Harmagedon heißt; dann erscheint der, dessen Name König aller Könige ist, und zuletzt steht der große weiße Thron. Die Schrift endet nicht mit einer Schlacht, sondern mit einem Gericht — und mit einem neuen Himmel und einer neuen Erde.
Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; sehet zu und erschrecket nicht. Denn das muss zuvor alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da.
Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich wider das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder. Da wird sich allererst die Not anheben.
Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und wie auch nicht werden wird.
Und wo diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt.
Und es ging aus ein anderes Pferd, das war rot. Und dem, der daraufsaß, ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde und dass sie sich untereinander erwürgten; und ihm ward ein großes Schwert gegeben.
Du wirst heraufziehen wie ein Ungewitter und wirst sein wie eine Wolke, das Land zu bedecken, du und all deine Scharen und das große Volk mit dir.
Und das wird die Plage sein, womit der HERR alle Völker schlagen wird, die wider Jerusalem gestritten haben: Ihr Fleisch wird verwesen, während sie noch auf ihren Füßen stehen.
Wenn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwangeres Weib, und werden nicht entfliehen.
Machet euch auf, ihr Heiden, und kommt herauf zum Streit! Macht aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spieße! Der Schwache spreche: Ich bin stark.
Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Leuten bange sein; und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden.
Und es wurden die vier Engel losgelassen, die bereit waren auf die Stunde und auf den Tag und auf den Monat und auf das Jahr, dass sie töteten den dritten Teil der Menschen.
Es wird aber des HERRN Tag kommen wie ein Dieb in der Nacht, an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen.
Und es wird eine Zeit der Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem Menschen gewesen sind, bis auf diese Zeit. Zu derselben Zeit wird dein Volk errettet werden.
Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen.
Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden strafen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben und werden nicht mehr kriegen lernen.
Und er wird richten unter den Heiden und strafen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk gegen das andere ein Schwert aufheben, und werden hinfort nicht mehr kriegen lernen.
Heulet, denn des HERRN Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen.
Es ist ja ein großer Tag, und seinesgleichen ist nicht gewesen, und ist eine Zeit der Angst in Jakob; doch soll ihm daraus geholfen werden.
Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.
Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberge, der vor Jerusalem liegt gegen Morgen. Und der Ölberg wird sich mitten entzwei spalten, vom Aufgang bis zum Niedergang, sehr weit voneinander, dass sich eine Hälfte des Berges gegen Mitternacht und die andere gegen Mittag geben wird.
Und du, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle diese Schrift bis auf die letzte Zeit; so werden viele darüberkommen und großen Verstand finden.
Aber gleichwie es zur Zeit Noahs war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.
Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr’s nicht meinet.
Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens.
Und er hat sie versammelt an einen Ort, der da heißt auf hebräisch Harmagedon.
Und er hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hüfte also: Ein König aller Könige und ein HERR aller Herren.
Und ich sah einen großen, weißen Stuhl und den, der daraufsaß; vor des Angesicht floh die Erde und der Himmel, und ihnen ward keine Stätte gefunden. Und ich sah die Toten, beide, groß und klein, stehen vor Gott, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch ward aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken.